Der Rotweinausbau

Wir betreiben auf unserem Weingut den klassischen Rotweinausbau, d.h. die Maische kommt in Rotweingärtanks und wird dort rund eine Woche in den Behältern 3-4 mal am Tag gerührt. Durch den entstehenden Alkohol wird die Farbe aus den Beerenhäuten extrahiert.

Nach der Maischegärung wird diese in die Presse gefüllt und gekeltert. Danach kommt der Wein für ca. 2 Wochen in Gärtanks und wird nach der Trennung der Hefe in Holzfässer gefüllt.

Die im Rotwein stärker vorkommenden Gerbstoffe, die sog. Tannine, lassen den Jungwein bitter schmecken. Hier liegt der Grund für die Holzfasslagerung des klassischen Rotweins. Durch die Oxidation in den Holzfässern, eine Folge des sanften Sauerstoffeintrags durch das poröse Holz, werden die Gerbstoffketten länger und passen nicht mehr in die Geschmacksöffnungen der menschlichen Zunge. Dies führt dazu, dass der Rotwein nicht mehr so bitter schmeckt.

Zu Beginn der Holzfasslagerung impfen wir die Weine mit Milchsäurebakterien, die die vorhandene Apfelsäure zur Hälfte in Milchsäure und in entweichende Kohlensäure umwandeln (biologischer Säureabbau). Unsere Rotweine haben dadurch eine mildere Säure und sind oenologisch äußerst stabil. Angebrochene Flaschen können so längere Zeit geöffnet bleiben ohne firn zu werden oder gar zu verderben.

Die anschließende Abfüllung nach der Lagerzeit ist identisch mit der unseres Weißweines.

Beim Barriqueweinausbau werden die Rotweine nach der Gärung in kleine Holzfässer mit 225 l Volumen gefüllt. Das Besondere an diesen Barriquefässern ist ihr noch vom Holz vorhandener Geschmack, den sie allmählich an den Wein abgeben. Nach ca. 24 Monaten werden die Fässer geschmacksneutral und können nicht mehr zum Barriqueweinausbau verwendet werden.

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